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Utensilo nähen: Was passiert, wenn die Nahtzugabe nicht stimmt

Aus TerraDuniaWiki

Die Nahtzugabe entscheidet über Form und Stand Der häufigste Fehler passiert beim Zuschnitt: Wer die Nahtzugabe vergisst oder unterschiedlich breit lässt, bekommt keinen symmetrischen Korb. Alle Teile – Außenstoff, Futter und Einlage – werden mit exakt derselben Nahtzugabe zugeschnitten, üblich sind ein Zentimeter. Die Einlage wird auf die linke Seite des Außenstoffs gebügelt, nicht auf das Futter. Vlieseline oder ein fester Baumwollstoff funktionieren beide, aber zu dicke Einlage lässt sich am Ende nicht mehr sauber unter der Nähmaschine führen. Bei einem runden Boden wird die Einlage kreisförmig zugeschnitten und mit einigen Millimetern Abstand zur Kante aufgebügelt, damit sie nicht in die Naht gerät.

Zuerst wird der ausgefranste Bereich gesäubert. Lose Fäden nicht abschneiden, sondern vorsichtig mit einer Nadel oder Pinzette entfernen. Den Saum auf links drehen und die offene Kante glatt streichen. Darauf achten, dass keine Falten entstehen, sonst zeichnen sie sich später auf der rechten Seite ab. Ein Blick auf die Webrichtung hilft: Der Vlieseline-Streifen wird im 45-Grad-Winkel zur Webkante aufgebügelt, damit er sich nicht verzieht. Bei dicken Säumen mit mehreren Lagen sollte die Einlage dünn gewählt werden, etwa eine leichte, aufbügelbare Vlieseline ohne Papierbeschichtung.

Entscheidend ist nicht nur die Stichlänge, sondern auch die Nadelstärke und der Fadendurchmesser. Bei dünnen Lagen gehört eine feine Nadel mit passendem Faden dazu, bei dicken Lagen eine stärkere Nadel. Wer nur die Stichlänge ändert, aber die Nadel zu dünn lässt, bekommt trotzdem unsaubere Nähte. Ebenso falsch ist es, bei dicken Stoffen mit einem feinen Faden zu arbeiten: Er schneidet sich in das Material ein. Vor dem eigentlichen Projekt lohnt sich immer ein Probelauf auf einem Reststück mit genau derselben Lagenzahl.

Ein häufiger Fehler ist das zu feste Ziehen am Faden oder am Stoff während des Nähens. Dadurch kräuselt sich die Biese, und der Stoff wirft Falten an den Rändern. Ebenso problematisch ist das Bügeln nach dem Nähen mit zu heißem Eisen: Die Biese wird plattgedrückt und verliert ihre Struktur. Besser ist es, die Biese nach dem Nähen nur leicht anzudämpfen, ohne Druck auszuüben. Wer die Biesen vor dem Waschen fixiert, sollte darauf achten, dass die Naht nicht zu dicht an der Kante liegt, sonst franst der Stoff beim Tragen aus.

Nähfußdruck richtig einstellen, statt den Stoff zu schieb

Das Futter wird genauso zusammengenäht, aber mit einer Wendeöffnung von etwa acht Zentimetern im Boden. Danach den Außenkorb rechts auf rechts in das Futter stecken, die oberen Kanten aufeinandernähen und durch die Wendeöffnung wenden. Jetzt zeigt die schöne Seite nach außen, das Futter sitzt innen. Die Wendeöffnung wird mit der Hand oder knappkantig mit der Maschine geschlossen. Zum Schluss die obere Kante absteppen – das stabilisiert den Rand und verhindert, dass das Futter herausrutscht.

Genäht wird zuerst der Außenkorb: Die Seitennaht schließen, dann den Boden anstecken und annähen. Beim Annähen des Bodens entstehen an den Rundungen kleine Fältchen, wenn der Stoff nicht gleichmäßig verteilt wird. Deshalb vor dem Nähen mit Stecknadeln in kurzen Abständen fixieren oder heften. Die Nahtzugaben werden anschließend gekürzt, an den Rundungen mehrmals eingeschnitten – aber nicht in die Naht. Wer das auslässt, bekommt später keine saubere Kante, weil sich der Stoff in der Rundung staucht.

Typische Fehler: zu breite Nahtzugabe, sodass der Korb zu klein wird; Einlage, die bis in die Naht reicht und die Nadel stumpf macht; Wendeöffnung, die zu klein ist, um den Korb zu wenden. Auch das Bügeln vor dem Zusammennähen wird oft vergessen. Wer die Nähte nach jedem Schritt ausbügelt, erhält scharfe Kanten und ein gleichmäßiges Ergebnis. Ein Utensilo aus Resten ist kein Hexenwerk, aber es verzeiht keine Ungenauigkeit beim Zuschnitt.

Zuerst wird die Hose auf die gewünschte Länge gekürzt. Dazu die Hose anziehen, die gewünschte Länge markieren und die Hose ausziehen. Dann den Originalsaum vorsichtig mit einer Nahttrenner oder einer feinen Schere abtrennen. Wichtig: Die Naht nicht beschädigen, sonst franst der Saum aus. Den abgetrennten Streifen beiseitelegen. Nun die Hose um die Differenz zwischen alter und neuer Länge kürzen. Dabei darauf achten, dass der Schnitt gerade verläuft. Ein Lineal und Schneiderkreide helfen.

Ein Utensilo ist ein runder oder eckiger Stoffkorb, der ohne Bügel und ohne Schnittmusterbogen auskommt. Genäht wird er aus zwei gleich großen Stoffstücken – eines für außen, eines für das Futter – plus einer Einlage, die für Standfestigkeit sorgt. Wer Reste verwerten will, braucht also mindestens zwei Stoffstücke von je etwa 40 mal 40 Zentimetern. Das reicht für einen Korb mit rund 15 Zentimetern Höhe und einem Durchmesser von etwa 20 Zentimetern. Wer kleinere Reste hat, setzt sie vorher zu einer Fläche zusammen.