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Unebenes Untergrund: So vermeidest du Hohlräume

Aus TerraDuniaWiki

Nach dem Trocknen Pinsel und Rollen vor Staub schützen. Pinsel mit einer Papiermanschette umwickeln, Rollen in einem sauberen Beutel aufbewahren. So bleiben Borsten und Flor in Form und nehmen beim nächsten Einsatz sofort Farbe auf. Wer diese fünf Schritte einhält, muss seltener neu kaufen und erzielt gleichmäßigere Oberflächen – ganz ohne teures Zubehör.

Die zugeschnittene Vliesbahn wird trocken auf die eingekleisterte Wand gedrückt. Sie kann auf Stoß oder mit Überlappung gesetzt werden, je nach Muster und gewünschtem Ergebnis. Mit einer Tapetenbürste oder einem Rakel wird die Bahn von der Mitte zu den Rändern hin angedrückt. So entweicht Luft seitlich und es bilden sich keine Blasen. Der Andruck erfolgt sanft, damit das feuchte Vlies nicht gedehnt wird. Ein zu starkes Reiben verschiebt das Muster und hinterlässt Druckstellen.

Für Kunststoffrohre stoßen viele Geräte an ihre Grenzen. Wer sicher gehen will, kombiniert mehrere Methoden. Dazu gehört das Studium von Bauplänen, falls vorhanden, oder das vorsichtige Anbohren mit einem dünnen Bohrer an einer unkritischen Stelle. Ein weiterer Trick: Die Heizung aufdrehen und mit einer Wärmebildkamera nach den wärmsten Stellen suchen. Das zeigt oft den Verlauf von Heizungsrohren. Auch ein Blick hinter Steckdosen und Schalter hilft, weil dort Leitungen sichtbar werden.

Beim Fliesenlegen auf unebenen Flächen arbeitet man am besten mit dem Buttering-Floating-Verfahren: Kleber sowohl auf den Untergrund als auch auf die Rückseite der Fliese auftragen. So lassen sich kleine Unebenheiten ausgleichen, ohne dass Hohlräume entstehen. Der Kleber wird mit einer Zahnkelle in eine Richtung gezogen, die Fliese leicht angedrückt und mit dem Gummihammer oder einem Fliesenlegerbrett angeklopft. Besonders bei großen Formaten ist ein vollflächiges Kleberbett Pflicht, sonst brechen die Platten an den Ecken.

Metall sucht Metall – aber nicht jedes Gerät findet jedes Material Für die praktische Ortung gibt es mehrere Verfahren. Ein einfacher Leitungssucher arbeitet kapazitiv und erkennt Spannungsfelder in der Nähe stromführender Adern. Er versagt jedoch bei abgeschalteten Stromkreisen oder bei Kunststoffrohren. Ein Metallsuchgerät detektiert Eisen und Kupfer, aber keine Kunststoff- oder Aluminiumverbundrohre. Wer sichergehen will, kombiniert beide Methoden. Noch zuverlässiger sind Geräte mit Radartechnik, die Hohlräume und Materialwechsel sichtbar machen. Wichtig: Vor jeder Messung die Wandfläche säubern und das Gerät langsam und parallel führen, nicht kreuz und quer.

Typische Fehler lassen sich vermeiden. Dazu zählt, direkt über einer Steckdose zu bohren, ohne zu prüfen, ob das Kabel senkrecht nach oben führt. Ebenso riskant ist das Bohren in Fliesenfugen, weil dahinter oft Rohre liegen. Wer in einer Altbauwand mit unklarer Installation arbeitet, sollte grundsätzlich mit einem dünnen Bohrer beginnen und erst nach erfolgreicher Ortung auf den benötigten Durchmesser wechseln. Ein weiterer Fehler ist, den Bohrstaub zu ignorieren. Roter Staub deutet auf Ziegel, grauer auf Beton, aber das sagt nichts über Leitungen aus.

Erst prüfen, dann spachteln Zuerst wird der Untergrund kontrolliert. Mit einer langen Richtlatte oder Wasserwaage lässt sich feststellen, wo Hoch- und Tiefpunkte liegen. Alte Farbreste, Kleberreste, Öl oder Staub müssen entfernt werden, sonst hält keine Grundierung. Saugfähige Untergründe wie Estrich oder Putz werden mit einer passenden Grundierung vorbehandelt, damit der Spachtel nicht zu schnell Wasser verliert. Bei Beton prüft man die Restfeuchte, denn zu feuchter Untergrund führt später zu Ablösungen. Ist der Untergrund tragfähig, folgt das Ausgleichen: Dünnschicht-Spachtelmasse für kleine Unebenheiten, Fließspachtel für größere Flächen. Die Masse wird mit einer Zahntraufel oder Glättkelle verteilt und anschließend abgezogen. Trocknungszeiten unbedingt einhalten, sonst reißt die Spachtelschicht.

Typische Fehler zeigen sich meist nach einigen Monaten. Ein häufiger Fehler ist zu wenig Kleber: Wer nur vier kleine Punkte setzt, bekommt Spannungen, weil sich das Gewicht auf wenige Stellen konzentriert. Ein anderer Fehler ist das sofortige Andrücken mit voller Kraft – der Kleber braucht Zeit, um abzubinden, und wer zu früh nachjustiert, zerstört die Haftung. Bei Spiegeln im Gäste-WC kommt Feuchtigkeit hinzu. Wer dort auf wasserfesten Kleber verzichtet, riskiert, dass sich der Spiegel langsam löst. Nach dem Anbringen den Spiegel mindestens einen Tag nicht belasten, besser zwei.

Wer keine Erfahrung mit Ortungsgeräten hat, sollte bei Unsicherheit einen Fachbetrieb hinzuziehen. Die Kosten für eine professionelle Leitungserkennung stehen in keinem Verhältnis zu den Folgekosten eines Treffers. Für den Heimwerker gilt: Immer mit geringer Drehzahl und ohne Schlag bohren, sobald ein Verdacht auf Leitungen besteht. Ein scharfer Bohrer kann auch ein knapp verfehltes Rohr anritzen. Nach dem Bohren den Bohrstaub auf ungewöhnliche Farbreste prüfen – Kupferspäne oder Plastikreste deuten auf einen Treffer hin.