Mehr Komfort Im Bad: Mit Bodengleicher Dusche Und Duschboard
Bei gepflasterten Flächen sollten Sie auch die Fugen im Blick behalten. Laub, das dort hängen bleibt, zersetzt sich zu Humus, aus dem dann Unkraut wächst. Verwenden Sie einen Fugenkratzer oder einen Hochdruckreiniger, allerdings nur bei trockenem Wetter. Nasse Fugen sind weicher und können durch den Druck beschädigt werden. Eine Alternative ist das Ausfegen mit einem schmalen Besen, der die Fugen erreicht.
Materialkontraste setzen, ohne den Raum zu überladen Materialien wirken ähnlich stark wie Farben. Kombinieren Sie glatte Oberflächen wie Glas oder Metall mit rauen Naturoberflächen wie Holz, Stein oder Leinen. Ein Holztisch neben einem glänzenden Metallregal oder ein weicher Teppich auf glattem Parkett erzeugt Spannung und Lässigkeit. Wichtig ist, dass die Materialien in ihrer Farbwelt zusammenpassen. Ein kalter Edelstahlgriff an einer warmen Eichenholzkommode kann schnell unangenehm wirken, wenn beide nicht durch eine gemeinsame Farbnuance verbunden sind. Testen Sie Muster immer direkt im Raum und bei unterschiedlichem Licht – Tageslicht und künstliches Licht verändern die Wirkung erheblich.
Abschließend noch ein Tipp zur Beleuchtung: Kontraste kommen erst durch Licht richtig zur Geltung. Richten Sie eine Lichtquelle auf die kontrastierende Wand oder das Material, um Schatten und Strukturen hervorzuheben. Vermeiden Sie jedoch direktes Licht auf glänzende Flächen – das erzeugt unangenehme Blendeffekte. Mit indirektem Licht und gezielten Spots lassen sich Kontraste weich oder dramatisch modellieren. Probieren Sie verschiedene Positionen aus, bis die Wirkung stimmt. So schaffen Sie einen Raum, der nicht nur schön aussieht, sondern auch angenehm zu bewohnen ist.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die fehlende Dampfbremse im Bereich der Treppenöffnung. Die warme, feuchte Innenluft gelangt sonst in die Konstruktion und kondensiert dort. Legen Sie deshalb vor dem Einbau eine Dampfbremse über die gesamte Öffnung, die später mit der Treppe verklebt und an den Rändern sorgfältig angeschlossen wird. Nur so bleibt die Dämmung trocken und behält ihre Wirkung. Kontrollieren Sie außerdem, ob die Treppe im geschlossenen Zustand wirklich dicht aufliegt – sichtbares Licht an den Kanten ist ein klares Warnsignal.
Überlegen Sie auch, ob eine ebenerdige Dusche ohne Abtrennung gewünscht ist oder ob eine Glaswand als Spritzschutz dient. Eine komplett offene Dusche spart Platz und erleichtert das Betreten, aber ohne Abtrennung spritzt Wasser in den gesamten Raum. Eine rahmenlose Glaswand mit minimalem Abstand zum Boden ist ein guter Kompromiss. Achten Sie hier auf eine sichere Befestigung: Die Wandprofile müssen in der Fliesenebene verankert werden, nicht in der Dämmung. Bei der Sanierung lohnt es sich, gleich die Armaturen mitzutauschen – eine Einhandmischbatterie mit Brauseschlauch in Wandmontage ist praktischer als eine separate Wannenarmatur.
Denken Sie bei jedem Neukauf an doppelte Funktionen: Eine Auflaufform aus Glas passt als Deckel für einen Topf, ein Schneidebrett kann als Tablett servieren. Vermeiden Sie Einweg-Artikel, die nur eine Aufgabe erfüllen. Beim Ausmisten gilt: Wenn ein Gerät in einem Jahr nicht einmal lief, verkaufen oder verschenken Sie es.
Mit Spiegeln und Wandfarben das Licht gezielt lenken Spiegel sind das effektivste Mittel, um Licht zu vervielfachen. Hängen Sie einen großen Spiegel an die Wand, die dem Fenster gegenüberliegt – so reflektiert er das einfallende Licht zurück in den Raum. Ein weiterer Trick: Stellen Sie einen Spiegel neben eine Lichtquelle, etwa eine Stehlampe, um deren Wirkung zu verdoppeln. Aber Vorsicht: Ein Spiegel sollte nicht direkt auf ein Fenster gerichtet sein, wenn die Sicht auf eine Hauswand geht – das verstärkt nur die Dunkelheit. Besser ist es, die Reflexion auf einen hellen, gut beleuchteten Bereich zu lenken.
Für den eigentlichen Duschboden bieten sich großformatige Fliesen oder ein Duschboard aus Mineralguss an. Ein Duschboard hat den Vorteil, dass es als fertiges Element mit integriertem Gefälle geliefert wird – das reduziert das Risiko von Planungsfehlern. Achten Sie beim Kauf auf eine rutschhemmende Oberfläche mit der Bewertungsklasse R10 oder R11. Bei Fliesen ist die Wahl der Fugenbreite entscheidend: Zu schmale Fugen reißen bei Temperaturschwankungen, zu breite sammeln Schmutz. Als Faustregel gilt: Je größer die Fliese, desto ebenmäßiger muss der Untergrund sein.
Ein weiterer Aspekt ist die Wahl des Ablaufs. Ein Punktablauf mit sichtbarem Rost wirkt oft technisch, ein linearer Schlitzablauf an der Wand oder in der Mitte der Duschfläche bietet dagegen ein elegantes Erscheinungsbild und erleichtert das Gefälle. Wichtig ist, dass der Ablauf einen Geruchsverschluss und eine leicht entnehmbare Siebschale besitzt – sonst wird die Reinigung zum Krampf. Zudem sollte der Ablauf eine ausreichende Nennweite von mindestens 50 Millimetern haben, um auch bei hohem Wasserdurchfluss sicher abzuleiten.